Ermittlungen gibt es in vielen Bereichen. Dazu gehört auch der Produktdiebstahl. Viele Firmen lassen sich zwar ihre produzierten Waren patentieren, dennoch gibt es immer wieder verschiedenste Personen, die sich die wichtigen Punkte herausziehen und ein neues, abgekupfertes Produkt erstellen. Oftmals ist es schwer, dies nachzuweisen, da man den Diebstahl durch Ermittlungen erst einmal nachweisen muss. Designermode ist sehr häufig betroffen, da diese meist hohe Einnahmen erzielt. So wird sie in der Regel kopiert und übernommen, um auch den eigenen Umsatz zu steigern. Auch hier werden immer wieder Ermittler eingesetzt, die Warenhäuser überprüfen, ob dort Plagiate verkauft werden.
Auf öffentlichen Veranstaltungen ist es oft ein leichtes, die Erfindungen und neuen Produkte der anderen Firmen zu sichten und abzufotografieren. Meist ist inzwischen jedoch verboten, dass dort Fotos gemacht werden, denn immer mehr wirtschaftlicher Diebstahl wird hier verzeichnet. Kommt es dennoch einmal vor, dass man die eigenen Dinge bei anderen Firmen wiederfindet, so sind Ermittlungen wichtig, um zu klären, ob es sich um patentierte Objekte handelt, oder ob es sich um eine eigene Entwicklung handelt. Markenprodukte sind hierfür sehr gefährdet.
Sonnenbrillen von Gucci, Anzüge von Armani, oder gar Taschen von D&G werden immer wieder kopiert. Dieser Produktdiebstahl kostet den Firmen sehr viel Geld und kann durch sehr gute Ermittlungen eingedämmt werden. Zu verhindern ist es jedoch eher selten, denn immer wieder tauchen diese Kopien auf und werden auch von vielen Menschen, zum Beispiel in Urlaubsländern, gekauft. Verzeichnet man allerdings immer wieder kleinere Erfolge, so tut dies nicht nur dem Unternehmen gut, sondern setzt auch ein Zeichen gegen den Produktdiebstahl, da sich dadurch viele vielleicht überlegen, ob sie es noch einmal versuchen oder es lieber unterlassen.
Die Ermittlungen, die in einer Detektei angestellt werden, nachdem ein Klient einen Auftrag dafür gegeben hat, müssen ebenso schriftlich protokolliert werden, wie dies auch bei der Polizei der Fall ist. Schritt für Schritt muss festgehalten werden, da sonst keinerlei Rechenschaft gegenüber dem Kunden gegeben werden kann.
Mit Datum, Uhrzeit und Ortsangabe sind die Eintragungen in der Akte zu versehen. Ob dies nun digital, am PC, oder schriftlich auf Papier erledigt wird, ist ganz egal. So kann der Auftraggeber zu jeder Zeit in der Detektei anrufen oder vorbei kommen, um nachzufragen, wie der Stand der Ermittlungen denn nun ist. Für den Detektiv bedeutet dies, dass er sich viele Details während der Ermittlungen merken oder notieren muss. Erst, wenn die Arbeit eines Tages erledigt ist, kann der genaue Bericht verfasst beziehungsweise ergänzt werden. In größeren Detekteien könnte es sein, dass eine Büroangestellte die diktierten Berichte zu den Ermittlungen abtippt; in kleineren Unternehmen müssen das wohl oder übel die Detektive selbst machen.
Diktiergeräte kennt man im Zusammenhang mit Ermittlungen von Detektiven ja schon aus dem Fernsehen. Und auch in der realen Welt sind die Geräte wohl ein fester Bestandteil des Handwerkszeugs, mit dem die Ermittlungen bewerkstelligt werden. Zettel und Papier sind ungünstig, wenn man sich während einer Autofahrt etwas notieren will. Hier ist das Diktiergerät einfach praktischer, auch, wenn die verbalen Notizen dann noch einmal niedergeschrieben werden. Der Kunde erhält nach Beendigung der Ermittlungen einen ausführlichen Bericht mit allen Fotos und Videos oder sonstigen Beweisen. Die Ermittlungen sind zu der Minute beendet, in der der Kunde mitteilt, dass er die Dienstleistung der Detektei nicht mehr in Anspruch nehmen möchte.
Schmuckdiebe bekommen meistens nur Geld für ihre Beute, wenn sie sich an einen Hehler wenden. Detektive wissen dies bei ihren Ermittlungen und nutzen diese Kenntnisse auch, wenn sie auf der Suche nach gestohlenen Dingen sind. Nicht immer sind es die bestohlenen Menschen selbst, die die Detektive beauftragen. Manchmal sind es auch Versicherungen, die lieber das Geld für die Ermittlungen ausgeben, als sehr wertvolle Schmuckstücke, die natürlich hoch versichert waren, zu bezahlen.
Der Detektiv braucht natürlich Fotos von den Schmuckstücken, bevor er seine Ermittlungen aufnehmen kann. Nur so kann er herausfinden, wo die guten und vor allen Dingen wertvollen Sachen gelandet sein könnten. Heute findet man manchmal sogar im Internet, auf den bekannten Versteigerungsbörsen, einen Hinweis auf den Verbleib mancher Erbstücke, die aus einem Tresor entwendet wurden. Die Suche gestaltet sich nur dann sehr schwierig, wenn der Schmuck verändert wurde. Steine, wie etwa Diamanten, lassen sich auch als Einzelstücke verkaufen und Gold kann beispielsweise eingeschmolzen werden. Hier ist der Beweis sehr schwer zu führen, dass es sich um die entwendeten Sachen handelt. Entdeckt der Detektiv bei seinen Ermittlungen jedoch das ganz gleiche Schmuckstück auf einem Foto, ist der Verdacht nahe, dass hier Dinge aus einem Diebstahl angeboten werden. Für Massenware interessieren sich Diebe nicht wirklich, denn hier ist der Profit viel zu gering. Wenn versicherte und sehr teure Schmuckstücke das Ziel der Ermittlungen bei Hehlern sind, dann handelt es sich um extrem hochwertige Anfertigungen, die es, wenn überhaupt, höchstens einige wenige Male auf der Welt gibt. Hier lohnen sich dann auch die Ermittlungen.
Eine Observation funktioniert meistens ganz einfach. Der Detektiv folgt der Person, die er observieren muss, überall hin, bis er die gewünschten Ergebnisse vorweisen kann. Damit ist sein Auftrag erledigt, es sei denn, der Klient hat noch weitere Wünsche oder Fragen, die geklärt werden sollen. Manchmal reicht es, eine Observation in einem gewissen Stadtgebiet vorzunehmen, ein anderes Mal wird der Einsatz von GPS Geräten erforderlich.
GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System und wird durch den Einsatz von Satelliten ermöglicht. Kleine Sender, zum Beispiel am Fahrzeug eines Verdächtigen angebracht, geben zu jeder Zeit Auskunft, wohin die Observation den Detektiv nun führen wird. Auch mitten in der Nacht, von einem gut versteckten Platz aus, kann recherchiert werden, wo ein Auto oder eine Person, die einen solchen Sender unbemerkt trägt, hin unterwegs ist.
Solche Technik kommt natürlich nur zum Einsatz, wenn die normalen Maßnahmen, die bei einer Observation angewandt werden, nicht greifen. Aus dem Fernsehen kennt man die kleinen Sender aus Polizeisendungen. Bei Lösegeldforderungen wird versucht, den Koffer oder ein Geldbündel mit einem solchen GPS Sender zu versehen. Somit kann in manchen Fällen heraus gefunden werden, wohin die Erpresser mit der Beute verschwinden. Oft führt das GPS Signal die Polizisten oder Detektive gleich noch zu einer entführten Person.
Entdeckt derjenige, dem die Observation gilt, den GPS Sender, so ist die Mühe des Detektivs oder der Polizei umsonst. Ein zweites Mal wird man den Verdächtigen nicht mehr übertölpeln können; ein erneutes Anbringen eines GPS Senders ist oft nicht mehr möglich. In vielen Fällen brachte die Technik aber schon schnelle, effektive Ergebnisse.
Nicht immer waren die Menschen das, was sie heute vorgeben, zu sein. Viele Ermittlungen von Arbeitgebern, zukünftigen Ehepartnern und anderen Menschen werden deshalb in Auftrag gegeben, weil das Vertrauen durch eine Ahnung oder einen Tipp aus dem Umfeld des Verdächtigen nicht zu 100 Prozent Bestand hat.
Für einen Detektiv ist es nicht immer einfach, im früheren Leben eines Menschen zu ermitteln. Dabei kann es nämlich vorkommen, dass Namen sich geändert haben, manche Ereignisse nur noch schwer nachzuweisen sind und eine lange Irrfahrt durch mehrere Länder oder Städte nachzuvollziehen ist. Solche Ermittlungen können unter Umständen lange Zeit in Anspruch nehmen.
Vor einer Hochzeit kann der Ehepartner oder können die Schwiegereltern in Spe solche Ermittlungen in Auftrag geben, wenn sie vermuten, dass es jemand nur auf Geld und Besitz der Familie abgesehen hat. Bei aller Liebe muss man sich doch absichern, vor allem, wenn über das frühere Leben des neuen Familienmitgliedes nichts in Erfahrung zu bringen ist. Dass wegen eines armen Elternhauses deswegen keine Hochzeit stattfindet, ist meistens eine unbegründete Angst derer, die ihre Vergangenheit verschweigen, statt zu ihr zu stehen. Eine verheimlichte, frühere Ehe, ja sogar versteckte Kinder haben sich aber bei solchen Ermittlungen durchaus schon bewahrheitet.
Es ist ein schmaler Grat, den die Menschen gehen, die die Ermittlungen bei einer Detektei in Auftrag geben. Stellt sich heraus, dass jemand nichts zu verbergen hatte, wird er dennoch enttäuscht sein, dass ihm so viel Misstrauen entgegen schlug. Stellt sich wirklich ein negatives, dunkles Ereignis in der Vergangenheit als wahr heraus, waren die Ermittlungen wertvoll und wichtig, denn nur so konnte ein versuchter Betrug verhindert werden.