Jul 11

Redakteur

Die Staatsanwaltschaft muss nun gegen die eigenen Behörden Ermittlungen einleiten. Grund dafür scheint eine undichte Stelle zu sein. Doch was war passiert? Ende April war eine Großrazzia bei der Deutschen Bank in Frankfurt am Main angesetzt worden. Es ging vorrangig um Ermittlungen gegen Steuerhinterzieher. Die Deutsche Bank war jedoch kurz zuvor gewarnt worden.

Günter Wittig, der Leitende Oberstaatsanwalt, gab bekannt, dass man in den eigenen Reihen nach dem Maulwurf suche. Allerdings laufen die Ermittlungen derzeit noch gegen Unbekannt, einfach aufgrund dessen, dass es noch keinen hinreichenden Tatverdacht gibt, der die Verdachtsmomente gegen eine bestimmte Person erhöhen könne.

Auch die Süddeutsche Zeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom Samstag, dem 03.07.2010, dass es zu einer solchen Warnung gegenüber der Deutschen Bank gekommen sei. Sie berief sich dabei auf abgehörte Telefongespräche der Mitarbeiter. Dabei sollte wohl ein Hinweis auf die bevorstehende Durchsuchungsaktion gefallen sein. Ob die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf die Quelle der Süddeutschen Zeitung ausgeweitet werden, bleibt indes unklar. Wittig wollte sich zu diesem Thema bis dato nicht äußern.

Allerdings bleibt trotz der Warnung der Deutschen Bank, sowie der Ermittlungen, die derzeit gegen die eigenen Behörden laufen, der Verdacht bestehen, dass es zu Steuerhinterziehungen beim Handel mit Emissionsrechten gekommen ist. Ob und wie dieser Verdacht allerdings bewiesen werden kann, ist momentan ebenfalls unklar. Denn zunächst einmal ist das Kreditinstitut gewarnt und etwaige Ermittlungen in diese Richtung wenig erfolgversprechend.  Insofern bleibt abzuwarten, wie sich die Sache weiterhin entwickeln wird. Zur Zeit herrscht aber in den meisten Bereichen, die mit diesem Fall in Zusammenhang stehen, schlicht und ergreifend alles andere als Klarheit.

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